Wellness im Wald-Spa

Wenn es nach mir ginge, würde ich einmal im Monat wellnessen. Mindestens. Abschalten und Auftanken. Tee Trinken und Heftli lesen. Doch leider lässt sich so eine Auszeit mit Job, Beziehung und Familie nicht immer so schnell und einfach organisieren. Ihr kennt ja das Problem… Aber, und jetzt kommt die gute Nachricht, jeder von uns kann sich völlig unkompliziert und absolut kostenlos jederzeit ein bisschen Wellness leisten: In dem man die Heilkräfte des Waldes nutzt.
Der Aufenthalt im Wald ist gut für unsere psychische und physische Gesundheit – und mittlerweile sogar wissenschaftlich bewiesen. In Japan hat man seit den 1980er-Jahren sogar einen eigenen Begriff dafür: Shinrin-yoku. Dies bedeutet so viel wie «mit dem Wald eins werden und seine Atmosphäre aufsaugen» und wird wörtlich mit «Waldbaden» übersetzt.

Waldbaden als Wellness

Nebst dem Erholungsfaktor, den ein Waldspaziergang mit sich bringt, geben die Bäume Duftstoffe und ätherische Öle, sogenannte Terpene, ab. Und diese wirken in unserem Organismus auf eine höchst gesundheitsfördernde Weise: Die Produktion natürlicher Killerzellen (die zur Gruppe der Leukozyten gehören) steigt an, das Immunsystem wird gestärkt, der Blutdruck und die Herzfrequenz werden gesenkt und der Stresslevel wird reduziert (der Körper schüttet weniger Adrenalin und Cortisol aus). Ausserdem wird die Lungenkapazität und die Elastizität der Arterien verbessert, schlechte Laune und Ängste verschwinden ebenfalls. 

«Waldbaden» (auch Forest Bathing genannt) ist längst auch bei uns in Europa angekommen und wird mittlerweile von vielen Wellnesshotels als Teil ihres Wohlfühlprogramms angeboten.

 

Wobei die Waldtherapie wirklich auch ohne jegliche Anleitung oder Kontrolle durchgeführt werden kann, denn das einzige was du tun musst, ist in den Wald zu gehen. Very simple. Je öfters, um so besser: Forscher empfehlen einen zweistündigen Aufenthalt bei dem man idealerweise eine 2,5 km lange Strecke zurücklegt (ohne sich zu sehr anzustrengen). Bereits ein einziger Tag im Wald steigert die Zahl der natürlichen Killerzellen im Blut um fast 40 Prozent, nach einem dreitägigen Aufenthalt in einem Waldgebiet, bleibt die Wirkung sogar einen ganzen Monat bestehen!