Fair-Fashion: Nachhaltige Jeanslabels

Je mehr ich mich mit Nachhaltigkeit beschäftige, desto schwieriger wird es für mich nach «altem Schema» shoppen zu gehen. Sprich: Kaufen, was mir gefällt. Denn vieles, das mich optisch zwar SEHR anspricht, ist weder fair produziert, noch nachhaltig – aber genau das suche ich ja! 


Was spricht denn gegen eine herkömmlich produzierte Jeans?
Mal abgesehen von lausigen Konditionen für die Arbeiter und die Belastung ihrer Gesundheit, ist die Produktion einer herkömmlichen Jeans auch umwelttechnisch absolut unterste Schublade. Für die Herstellung einer einzigen Jeans, braucht es 8000 Liter Wasser, wobei fast 2 Kilogramm Chemikalien zum Einsatz kommen. Diese zeigt sich dann unmittelbar im Umfeld einer Jeansfabrik: 17 von 21 einer Region in China, in der Jeans hergestellt werden, enthalten 5 giftige Schwermetalle, die Kadmium-Belastung war 128 mal höher als erlaubt. Und, und, und – es gibt noch viel mehr Gründe, die gegen eine herkömmliche Jeans sprechen.


Umso erfreuter war ich darum, als ich auf der Suche nach einer Jeans, die ich mit gutem Gewissen tragen konnte, fündig wurde: RRRevovle heisst der Fair-Fashion-Shop im Zürcher Niederdorf, wo ich gleich drei Denim-Brands entdeckt, die optisch und ethisch top sind. 

Jeans aus nachhaltiger Produktion

Armedangels
Kein einziges Armedangels Produkt soll die Umwelt gefährden oder zum Nachteil für die Menschen sein, die es herstellen. So lautet das Credo des sympathischen deutschen Labels, dass seit 2007 als «Eco Warriors» den Markt umkrempelt. Für Frauen gibt es mittlerweile acht verschiedene Schnitte, ob Boyfriend oder Mom fit bis hin zu Skinny – alles erhältlich, alles fair. Wow! Sämtliche Jeans sind aus Bio-Baumwolle, allergiefrei und Giftstofffrei. Zudem garantiert der Hersteller faire Löhne und Arbeitskonditionen. 

Mehr Infos: armedangels.de und @armedangels


Mud Jeans
Das holländische Label «Mud» geht sogar noch einen Schritt weiter. Abgesehen davon, dass jedes Stück fair und nach den höchsten nachhaltigen Kriterien (die Jeans bestehen aus rezyklierter und Biobaumwolle) produziert wird, hat Mud vor einigen Jahren das Jeans-Leasing eingeführt: Der Kunde zahlt eine einmalige Pfandgebühr von 20 Euro und darauf jeden Monat fünf Euro. Nach einem Jahr kann man die Hose zurückgeben oder eine neue bestellen. Zusätzliche Infos zum «Lease a Jeans» gibts hier

Mehr Infos: mudjeans.eu und @mudjeans

The Goodsociety
Das 2007 in Amerika gegründete Jeans Label Goodsociety, hat heute ihren Sitz in Deutschland, die Kleider werden in Italien fabriziert.Das Label entstand aus der Überzeugung Mode neu zu denken und die Welt und die Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Nicht nur die Menschen werden in den Mittelpunkt gesetzt – auch die Tiere. Darum sind Goodsociety Jeans zu 100% Vegan, somit ist auch das Label-Patch nicht aus Leder, sondern aus Alcantara. Und: Um einen eigenen Beitrag für eine bessere Gesellschaft zu leisten, spendet das Unternehmen einen Viertel der Unternehmensgewinne einer Stiftung, die junge Mädchen, die zur Prostitution gezwungen wurden oder Opfer von Menschenhandel wurden unterstützt. 

Mehr Infos: goodsociety.org und @goodsociety_